sphaerische-linseBei einer RLE ( refractive lens exchange) sowie bei einer Kataraktoperation (Grauer Star) wird die natürliche Linse mit einer künstlichen Linse (Intraokularlinse) ersetzt.

Sphärische IOL

Eine sphärische Linse ermöglicht die scharfe Fernsicht. Zum Lesen benötigt der Patient aber zusätzlich eine Nahbrille.
Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine sphärische Linse in voller Höhe.
Die Sphärische Linse ist eine der Standardlinsen bei einer Kataraktoperation.

Es gibt weitere Sonderlinsen, deren Kosten von den Krankenkassen aber nicht erstattet werden.

 

Asphärische Linse

Seit 2012 gibt Asphärische Intraokularlinsen. Das sind sogenannte Sonderlinsen mit Zusatzfunktion.
Die Monofokale Asphärische Intraokularlinse ermöglicht einen individuellen Abbildungsfehler-Ausgleich.
Lichtstrahlen werden wie beim Auge eines jungen Menschen in einem Punkt gebündelt und das Kontrastsehen wird somit wieder verbessert.

 

aspaerische-sphaerische-linseAsphärische Linse mit Blaufilter

Eine weitere Linse mit Zusatzfunktion ist die Asphärische Blaufilter Intraokularlinse. Diese Linse hat sowohl einen UV-Filter, als auch einen Blaufilter. Die Netzhaut und vor allem die Makula werden durch die UV- bzw. Blaulichtfilter vor schädlichem Licht und und vor allem Sonnenstrahlen geschützt.
Das Blaulicht aktiviert in der Netzhaut das sogenannte Lipofuszin. Die dadurch stattfindenden oxidativen Prozesse unterstützen somit einen Übergang von einer trockenen altersbedingten Makuladegeneration hin zu einer feuchten altersbedingten Makuladegeneration.

 

Monofokale Torische IOL (Intraokularlinse)

An einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) leiden ca. 15% aller Menschen.
Wenn Patienten an einer Hornhautverkrümmung und einem Katarakt ( Grauer Star) leiden, kann die Hornhautverkrümmung durch eine OP reguliert werden.
Dabei wird die getrübte Linse durch eine Intraokularlinse ersetzt, demzufolge sich auch die Hornhautkrümmung richtet.
Dadurch verbessern sich die Sehstärke und das Kontrastsehen.

 

 

a-sphaerische-linseMultifokallinse

Damit man ein Leben weitgehend ohne Brille führen kann, ist die Optik der Linsen mit Nah-Fernfunktion (Multifokallinse) so gestaltet, dass sie den Sehbereich von Nah bis Fern ermöglichen.
Doch muss man sich auch hier erst an das andere Sehen gewöhnen, was doch manchen Patienten Probleme bereitet.
Manchmal kommt es auch vor, dass einige Patienten über so genannte Halos (Halos=Heiligenschein) klagen.

Jedoch sind nicht alle Augen sind für ein Multifokallinse geeignet.
Deshalb sollte man vorab mit seinem Arzt besprechen, ob man für solche Art der Linsen in Frage kommt.

 

Folgende zusätzliche Messungen des Auges sind notwendig, um die richtige Sonderlinse zu bestimmen:

  • IOL Master (berührungslose Messung der Hornhautverkrümmung und Augapfellänge)
  • Endothelzellmikroskopie (Untersuchung der innersten Zellschicht der Hornhaut)
  • Messung mit der Pentacam (3D Vermessung der Hornhaut, Iris und Linse)
  • Optische Kohärenztomographie (berührungslose Messung der Netzhautschichten)